Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Alles über die Haltung der Achatschnecken (Terrarien, Ernährung,...)

Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon vinbergssnäcka am 07.02.2010 pm 20:55

sorry, für einen solchen Titel, aber mir ist gerade wirklich so :evil:

ich hab ja schon mal ein bischen erwähnt von der Schneckenhaltung hier in Schweden. Also nicht, das alle Halter ihre Schnecken schlecht halten...aber es gibt einige, selbst ernannte, Spezialisten die diverse Dinge per Foren verbreiten.

Dazu gehört, das Schnecken am besten als Einzeltiere gehalten werden. Als Begründung wird angegeben, das das unerwünschte Nachwuchsproblem entfällt, aber auch, das Schnecken alleine besser und schneller wachsen und man so auch dem Ausbreiten von Seuchen und Krankheiten vorbeugen kann....

So ich hoffe ihr versteht meine Wut......allerdings gehen mir selber etwas die Argumente aus, ich habe keinen Vergleich, meine Schnecken leben ja in Gruppen.....wer hat Tipps?...gibt es irgendwo etwas wissenschaftlich niedergeschriebenes?

lg Heike

..meine Homepage macht fortschritte...aber schleppend....bin zZt beruflich eingespannt :roll:
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon Archibald am 08.02.2010 pm 17:22

...
Zuletzt geändert von Archibald am 03.03.2010 pm 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon Fine am 08.02.2010 pm 22:29

vinbergssnäcka hat geschrieben:......allerdings gehen mir selber etwas die Argumente aus, ich habe keinen Vergleich...

Ich finde es auch sehr schwer da zu argumentieren, das ist natürlich wesentlich leichter bei anderen Tieren, insbesondere Säugern, die ja ein richtiges Sozialverhalten zeigen. Ob das jemals einer wirklich wissenschaftlich untersucht hat weiß ich auch nicht.

Ich finde man kann da eigentlich nur, wie Archibald sagte, nach dem gehen was man in der Natur beobachtet.....wenn ich eine Bänderschnecke sehe sind in dem gleichen Gebiet mit Sicherheit noch einige andere zu finden, genauso verhält es sich bei Weinbergschnecken.
Die Gelegenheit Achatschnecken in der Natur zu beobachten haben wir ja hier nicht, viele Bilder im Netz gibt es leider auch nicht, mir fällt zu dem Thema aber immer gleich dieses Bild hier ein.
Und wenn ich meine fulis tagsüber schlafen sehe bilden sie auch immer sehr niedliche "Klümpchen" an der Terrarienscheibe, sie suchen eindeutig die Nähe zueinander.

vinbergssnäcka hat geschrieben: Als Begründung wird angegeben, das das unerwünschte Nachwuchsproblem entfällt, aber auch, das Schnecken alleine besser und schneller wachsen und man so auch dem Ausbreiten von Seuchen und Krankheiten vorbeugen kann....

Naja, zu solchen Begründungen könnte man zumindest sagen, dass man Tiere nicht aus Bequemlichkeit, weil man z.B. keine Eier suchen möchte, entgegen ihren natürlichen Bedürfnissen halten sollte.....und ich würde sagen der Drang sich fortzupflanzen ist ein naturgegebenes Bedürfnis.
Ob Schnecken nun alleine besser wachsen wage ich mal zu bezweifeln...und das mit den Seuchen und Krankheiten, was meinen die denn damit?

Ich glaube zwar nicht, dass eine Schnecke in dem Sinne unter Einzelhaltung leidet wie es z.B. ein Meerschweinchen tun würde, warum sollte man aber wenn es so einfach möglich ist, nicht den natürlichen Gegebenheiten möglichst nahe kommen?
JegrößerderDachschaden,
destobesserderBlickindieSterne!
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon Ekka43 am 08.02.2010 pm 23:33

Ja, das Problem hatte ich gestern auf der Börse auch.Ich habe keine Einzelschnecken abgeben wollen und es war nicht so einfach, den potentiellen Käufern den Grund zu erklären.Ich habe ihnen dann immer meine Rodatzi gezeigt, die in der Box alle auf einem Haufen zusammen saßen und so sehr anschaulich demonstrierten, dass Schnecken keine Einzelgänger sind. :-D Zwar habe ich so einige neue Besitzer vergrault, aber das war es mir wert!
Freundliche Grüße,
Erika
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon dodo am 09.02.2010 am 10:52

Ich habe bereits Erfahrung mit einer einzeln gehaltenen Weinbergschnecke gemacht.
Man konnte nach einiger Zeit beobachten, daß sie nicht mehr gut fraß und auch sonst lustlos schien.
Der Körper verdunkelte sich und sie wurde immer dünner. :( Der Zustand besserte sich nicht und ich sah den Tod meines Schneckchens schon vor mir.
Nach längerem Grübeln :stupid: kam ich auf die Idee, sie mit einer weiteren Weinbergschnecke zusammenzutun.
Und man glaubt es nicht, aber es ist tatsächlich wahr:
Sie wurde plötzlich wieder nach freudigem Begrüßen mit langen Schmuseeinheiten richtig lebendig und fraß, sie wurde wieder molliger und alles war wieder in bester Ordnung. :-D

Deshalb: Nie Schnecken solo halten!!!!
Außerdem ist es viel lustiger, sie in Gemeinschaft zu beobachten.
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon Wölfchen am 09.02.2010 am 11:05

Man könnte es damit begründen, dass wir sie zwar nicht sprechen hören oder sie kein Kaffekränzchen halten, aber sie trotzdem auf ihre Weise (hauptsächlich olfaktorisch und über Berührung) miteinander kommunizieren und ein gewisses Gruppenbewusstsein und Interaktion zwischen den Tieren auf jeden Fall besteht.
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon vinbergssnäcka am 09.02.2010 pm 19:55

Vielen Dank für Eure Unterstützung! Das Fuli Bild und das Argument mit der Natur werd ich mal anbringen, das hatte ich noch nicht....Leider sind meine "Gegner" nicht verlegen, mit "Gegenbeweisen" zu kommen. Eigentlich will ich da garnicht mehr reinschauen....ist wie Kindergarten....aber dann denk ich an alle die Schnecken die in Zukunft ein Einzeldasein fristen müssen....leider ist das ein gemischtes Forum..ohne moderation....

..kann noch von meinen 3 kleinen A.achatina berichten......zwei (auch die Zillinge genannt) hängen ständig zusammen....ich hab sie, seit dem ich sie habe noch nie mehr als wenige Zentimeter auseinander gesehen, wie ein unsichtbares Band....die dritte dagegen ist an den beiden nicht so besonders interessiert....sie schläft auch meist woanders.....ich würde mich nie wagen die beiden Schnecken auseinanderzureissen.....
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Re: Einzelhaltung-mir läuft die Galle über

Beitragvon Titania am 10.02.2010 am 10:15

Hallo,
ich habe auch schon beobachtet, dass sich Schnecken vor allem in unbekanntem Terrain wohler in der Gemeinschaft fühlen.
Ich denke die Gesellschaft reduziert Stress.
Wo sich schon eine oder mehrere Schnecken aufhalten, ist es wohl auch für andere Schnecken sicher. Das demonstrieren meine fünf Retis immer dann, wenn ich ihnen das Terrarium neu eingerichtet habe. Dann hängen sie immer ewig lange beieinander rum oder bewegen sich nur auf bereits bekannten Gegenständen, wie der Badeschale oder auch dem Schneckenhaus des Mitbewohners. Es dauert meist eine Weile, ehe sie sich mutig über den neuen Bodengrund zu den ebenfalls bekannten Glasscheiben des Terras bewegen.
Manchmal denke ich, wenn Schnecken erleichtert seufzen könnten, dann würden Sie es genau dann tun, wenn sie die Scheibe erreicht haben.
Auch wenn sie danach zunächst alleine weiterschleimen, so scheinen sie sich bei einem erneuten Treffen über den Artgenossen zu freuen.
Die Gesellschaft gibt auf jeden Fall ein wenig mehr Sicherheit, denn wo schon eine Schnecke lebt, kann es ja nicht schlecht sein, um das mal in einfachen "Schneckengedanken" auszudrücken.
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