Lilafusselfee hat geschrieben:Und wegen der geringeren Größe, wenn Du noch keine so groß/schwer gesehen hast wie ein Wildfang, kann es ja auch daran liegen, das die geringen Größen sich miteinander verpaaren, da sie ja in der Überzahl sind und die Gene der geringen Größe weiter vererben.
Also: ich hab's selbst bei direkten Nachzuchten von Wildfängen selten gesehen.
Lilafusselfee hat geschrieben:Deshalb frage ich mich, wieso man zwanghaft die 25-28 Grad einhalten soll, wenn sie sich scheinbar nicht wohl fühlen
Die Frage ist doch, fühlen sie sich wirklich nicht wohl? Oder ist ihr Verhalten eigentlich ganz natürlich? (Hohe Temperatur = schlafen, niedrige Temperatur = Aktivität)
Wenn ich mir die einheimischen (Weinberg-) Schnecken in unserem Garten ansehe, dann stelle ich fest, dass sie (natürlich nach jedem Regenschauer unterwegs sind = Feuchtigkeit) und das sie abends aktiv sind und in den frühen Morgenstunden.
Bei zu hohen Temperaturen (wie zum Beispiel letzte Woche) vergraben sie sich in der Erde oder kleben sich mit einem Schutzfilm an die Mauer. In dieser Zeit konnte ich beobachten, dass sie tagelang an einer Stelle verblieben sind. Erst als die Temperaturen gefallen sind und es leicht geregnet hat, wurden die Schnecken wieder aktiv.
Das ist für mich völlig natürliches Verhalten...
Ich denke Achatschnecken machen es in ihrem Habitat genauso.
Deswegen denke ich nicht, dass inaktive Schnecken "es zuuu warm" haben. Ich denke eher, dass sie ihrem natürlichen Rhythmus folgen.
Lilafusselfee hat geschrieben:Wenn Züchter die Jahrzehnte züchten mit großem Erfolg sie ohne Heizung halten, kann das doch so falsch nicht sein?
Die Frage ist, was ist bei einem Tier das hunderte von Eiern legen kann ein grosser "Zucht"-Erfolg?
Bei einem Tier dessen Sinn die Arterhaltung ist und das sich noch im Sterben die letzten Eier rausquetscht?
Für mich ist die Vermehrung von Schnecken kein Indiz für "gute oder richtige Haltung"....die Lebensdauer und das Wachstum da schon eher.
So oft lese ich hier im Forum von Wachstumsschäden... und oftmals ist wirklich die niedrige Temperatur dafür verantwortlich.
Du hast nach Meinungen und nach Erfahrungen gefragt.... und nichts für ungut ... dies ist halt nun mal meine

Wenn Du den Anschein hast, dass Deine Schnecken sich nicht "wohlfühlen", dann entscheide das nach
Deinem Gefühl.
Schneckenhaltung ist halt oftmals reine "Gefühlssache"
