
Kalk, oder auch Calciumcarbonat, ist ein Calcium-Salz der Kohlensäure (Carbonat) mit der chemischen Formel CaCO3. Er wird auch als kohlensaurer Kalk bezeichnet.
Vorsicht:
Calciumhydroxid (auch: gelöschter Kalk, Löschkalk, Kalkhydrat, Portlandit) ist das Hydroxid des Calciums mit der chemischen Formel Ca(OH)2.
Gelöschter Kalk ist stark ätzend (pH-Wert 12-13).
Schnecken spüren Kalk (und auch anderes Futter) über die Luftwege auf. In der Natur dienen kalkhaltige Böden und Gesteine, Knochen, leere Schneckenhäuschen, Muscheln und Pflanzen als Kalkquelle.
Das Schneckenhaus besteht neben Horn und Perlmutt hauptsächlich aus Kalk. Folglich brauchen die Tiere ihn zum Aufbau ihres Häuschens. Vor allem nach Verletzungen des Häuschens und für Jungschnecken besteht ein erhöhter Kalkbedarf.
Auch bei der Produktion von Eiern und für die Bildung des Kalkdeckels für den Winterschlaf wird Kalk benötigt.
Durch Drüsen am Mantelrand, durch die Kalk in der so genannten „Schalensubstanz“ ausgeschieden wird.
In erster Linie natürlich über die Nahrung, aber auch über die „Fußsohle“ beim Kriechen.
- Häuschen werden brüchig und dünn
- Die Tiere beknabbern ihr eigenes Häuschen und beschädigen es dadurch (nicht mit dem normalen „Putzen“ verwechseln!)
- Paarungen bleiben aus, da für die Produktion von Eiern kein Kalk zur Verfügung steht
Geeignet ist jeder ungedüngte Kalk, der mindestens 75% CaCO3 (Calciumcarbonat) enthält.
Die Farbe des Kalks (von weiß bis dunkelgrau) hängt von der Art des Gesteins ab aus dem er gewonnen wurde.
Weitere Inhaltsstoffe wie MgCO3, Vitamine und Mineralstoffe (z.B. Eisen, Phosphor, Folsäure und Niacin) sind nicht schädlich, Kupfer (Cu2+) darf jedoch nicht enthalten sein, da dieser bereits in geringen Mengen giftig ist.
Dolomitkalk, feinkörniger Naturkalk, Garten- und Rasenkalk, 95%iger kohlensaurer Kalk, reines Calciumcarbonat….. Das alles kann man verwenden (sofern ungedüngt!). Dabei spielt es keine Rolle, ob Granulat oder feines Pulver.
Vogelgrit oder Futterkalk enthalten meist zu wenig CaCO3. Sie schaden den Tieren zwar nicht, sind aber durch den niedrigen Kalkgehalt dauerhaft nur bedingt geeignet.
- Gartencenter
- Baumarkt (Gartenabteilung) (z.B. Obi, Praktiker, Hornbach, Bauhaus, Marktkauf, Dehner u.s.w.)
- Landwirtschaftshandel (z.B. BayWa, BAG)
- Raiffeisen
- Internet
- Apotheke (recht teuer)
- Sepiaschale
- Muscheln
- Eierschale (abgekocht)
- Weiße Schul-/Straßenkreide
- Vogelgrit
- Futterkalk für Kleintiere
Das Knochenskelett des Tintenfisches, welches zu circa 35% aus CaCO3 besteht. Man gibt es als Ergänzungsfutter (zur Kalkversorgung) ins Terrarium.
Man kann Sepiaschale im Zoohandel kaufen (in der Vogelfutter-Abteilung) oder im Internet (z.B. zooplus.de (wenn ihr auf den Banner im Forum klickt, dann unterstützt ihr mit eurem Einkauf das Forum!), www.samenkiste.de , www.futterkonzepte.de/catalog )
Die Meinungen gehen hier sehr auseinander: Einige füttern 1-2 Mal im Monat Kalkbrei, andere täglich, die meisten User füttern ihn mindestens 1 Mal die Woche.
Ständig zur Verfügung stehen sollte Sepiaschale, Eierschale, Muscheln o.ä., die man im Terrarium verteilt.
Zusätzlich kann auch das tägliche Futter mit Kalk bestreut werden.
Außerdem sollte das Bodensubstrat aufgekalkt werden: Die Angaben variieren von 1 kleine Tasse pro 9 Liter Erde (also ca. 1 Humusziegel), bis zu 1kg auf 9L Erde.
Am Häufigsten werden ca. 1-2 große Tassen Kalk auf 9L Erde gegeben.
Wer unsicher ist, kann den pH-Wert seines Bodens messen. Er sollte zwischen 7-8 liegen. (Im Gartencenter bekommt man kleine Sets zur Bestimmung des Boden-pH-Wertes, die man dann nach Anleitung durchführt)
Nein, zuviel Kalk wird einfach ausgeschieden.
In gleichen Mengen werden Mehl und Kalkpulver gemischt. (Alternativ zu Weizenmehl kann auch Vollkorn-, Mais-, oder Sojamehl verwendet werden, alternativ zu Kalk auch Sepiaschale oder zerriebene Eierschale.) Mit Wasser verrührt man das Gemisch bis ein glatter Brei entsteht, der weder zu zäh, noch zu flüssig ist.
Viele Schnecken mögen den puren Kalk-Mehlbrei nicht. Um ihn schmackhafter zu machen, können sämtliche auf der Futterliste aufgeführte Futtermittel zugegeben werden. (z.B. Babybrei, geriebener Apfel, Banane, Magerquark, aufgeweichte Fisch- oder Haferflocken u.s.w.)
Ein guter Rezept-Tipp ist auch der Snail-Mix von Paul (einfach über die Suche eingeben, dann werdet ihr fündig)
Einige User füttern auch ein Sand-Mehl-Gemisch. Dazu kann man normalen Sandkasten-Sand verwenden.
