Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Hier geht es um Arten, die nicht in Europa heimisch sind und nicht zu den Achatschnecken gezählt werden.

Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 06.03.2016, 08:40

Hallo ihr Lieben,

gestern auf der Börse in Karlsruhe sind mir zuckersüßen Helicophana magnifica begegnet. Ich konnte nicht widerstehen, der eine Schneck mit schwarzem Körper ist mir dann gleich in meine Richtung geschneckt :)
Nun hab ich zwei Schnecken dieser Gattung.
Mantel auf Wachstumsrand, schleimen durch die Gegend...
Aber ich habe hier sehr wenig gefunden, über die Art.
Nun meine Fragen:

Was fressen die Schnecken? Der Salat wurde verschmäht.
Wie groß werden sie? Sie sind bereits 7 und 10 cm.
Welche Erde mögen sie?
Wie alt werden sie?
Legen sie auch hier Eier und kann man diese aufziehen?

Ich möcht es ihnen doch schön und artgerecht machen :)
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Sandy am 06.03.2016, 12:55

Hallo Nina,

ich habe mir vor einem halben Jahr 3 Helicophanta magnifica zugelegt, weil sie mir als einfach, bzw. nicht ungewöhnlich schwierig in der Haltung verkauft wurden. Von ihnen lebt noch eine. Ich vermute, dass ich die anderen beiden anfangs etwas zu trocken hielt.

Ich habe viel recherchiert, da sie aus dem Hochland von Madagaskar kommen, sollten sie extreme Nachtabsenkungen benötigen. Aktuell wurde aber wohl Jemanden von einem Händler gesagt, dass sie sehr empfindlich auf Kälte reagieren. Ich konnte weder bei 13°C, noch bei 23°C einen Unterschied im Verhalten feststellen.

Gefressen wird - sofern überhaupt - überreifes Obst und Pilze (Austernpilze). Sie werden etwa 9 cm groß und sind sehr inaktiv. Die Luftfeuchtigkeit muss sehr hoch sein, außerdem sind Laub, Pflanzen, Äste und Totholz im Becken.

Ich habe viel gelesen und alle Halter angeschrieben, die ich herausfinden konnte, die meisten haben dieselben Erfahrungen gemacht. Erfolgreich nachziehen konnte sie bislang scheinbar nur ein Halter aus dem Ausland, der nach eigenen Angaben dafür keine Kosten und Mühen gescheut, viele Verluste in Kauf genommen hat und seine Erkenntnisse nicht preisgeben möchte. :roll:

Ich bin mir selbst sehr unsicher, wie ich weiterverfahren soll. Ich bereue den Kauf und würde jedem, der mit der Haltung dieser Tiere liebäugelt, davon abraten. Dennoch tut es mir schon sehr leid für die verbliebene Helicophanta, dass sie nun allein bei meinen Caracolus excellens sitzt.
Liebe Grüße
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 06.03.2016, 15:31

Oh, tut mir leid um deine zwei Schnecken :(

Also mir wurde auch gesagt, sie wären einfach zu händeln. Der Züchter meinte auch, sie würden wie verrückt Eier legen. Ich war auch ab dem Preis überrascht, ich hätte mehr erwartet. Gesagt hat er, er hätte jede Menge Nachzuchten.

Inaktiv sind meine beiden garnicht. Die schleimen wunderbar durch ihre Box. Mir wurde auch gesagt, sie würden 27 Grad brauchen. Ich hoffe sehr, dass sie lange leben.
Aber das bei dir noch eine lebt, deutet nicht auf falsche Bedingungen hin.
Ich werde dann auch mal recherchieren.
Danke für deine Antwort :)
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Sandy am 06.03.2016, 16:39

darf ich mal fragen - rein aus Neugierde - bei wem Du sie gekauft hast und wie teuer sie waren? Gerne per PN. Ich weiss, dass sie momentan von einigen Leuten verkauft werden, allerdings habe ich noch keine unter 50 EUR gesehen. Wobei es bislang auch immer Wildfänge waren. Deine doch auch, oder?

Dass viele Schnecken viele Eier legen kann ich mir noch vorstellen, aber dass Jmd. bereits so viele Nachzuchten hat...?! Und diese hohen Temperaturen... Das ist mir neu. Ich kann mir nur irgendwie nicht vorstellen, dass das wirklich das Rezept für erfolgreiche Haltung sein kann, die Schnecken kommen wie gesagt aus dem Hochland von Madagaskar und da ist es nachts sehr kalt. Ich bin mal gespannt. Auch, ob sie so aktiv bleiben.

Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung für meine, dass sie auf Dauer nicht allein bleiben muss.

EDIT: Ich verschiebe Deinen Thread mal zu den "Exotischen Arten", damit er hier in der Anfängerecke nicht untergeht.
Liebe Grüße
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 06.03.2016, 20:50

Danke Sandy, ich werde weiter berichten :)
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 12.03.2016, 09:12

Hier mal ein kurzer Zwischenbericht:

Beide Schnecken bewegen sich fast jeden Tag. Es geht ihnen soweit wirklich gut :)
Fressen tun sie auch, sogar recht unproblematisch. Sie fressen alles, was sonst keiner mehr frisst. Leicht matschige Sachen. Die Tage Apfel und Erdbeere. Es ist eine ganz tolle Art. Allerdings weiß ich noch nicht ob ich sie auch über längeren Zeitraum gesund und artgerecht halten kann.
Ich habe nun aber Hoffnung :)
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 31.03.2016, 17:52

Hier mal Bilder:
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon MissSchnirkel am 10.05.2016, 05:47

Wie geht es den Kleinen... ähm... Großen denn?
Irgendwie habe ich das Lineal übersehen und so traf mich dann der Vergleich zur Hand sehr unvorbereitet. Ich hatte sie für ziemlich schnirkelschneckengroß gehalten. *hüstel*

Es sind aber wirklich unglaublich schöne Tiere. Vor allem der Unterschied zwischen hellem Fuß und schwarzem Restkörper kommt total schön!
Ein Hoch auf die Schneckenmeditation!
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Natili am 17.05.2016, 08:41

Ja, das sind wirklich riesen Oschis... War mir ehrlich gesagt so direkt auch nicht bewußt.
Würde mich auch interessieren wie´s ihnen geht?
Liebe Grüße von Natili
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 17.05.2016, 11:01

Huch, hab ich garnicht gesehen :oops:
Leider lebt nur noch eine der Schnecken :(
Die andere ist einfach über Nacht gestorben. Dem verbliebenen Tier geht's aber gut.
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon zerajackie am 26.09.2016, 13:26

Hallo,
leider habe ich den Thread erst jetzt gefunden.
Ich habe auf der Börse in Karlsruhe auch 3 Stück mitgenommen (25 Euro pro Schnecke Lehrgeld). Zu mir wurde gesagt, dass sie sehr kälteempfindlich sind. Die ersten Wochen hatten sie sich erstaunlich gut gehalten, waren sehr aktiv und fraßen auch so gut wie alles und davon viel. Hatten sogar deutlich zugenommen.
Etwa nach 3 Monaten wurden sie immer inaktiver und fraßen nicht mehr, bis eine nach der anderen verstarb. Das lässt mich darauf schließen, dass ihnen vielleicht ein gewisser Stoff/Mineral,... fehlt, der dann komplett in ihrem Körper abgebaut war und sie deshalb inaktiv wurden.
Liebe Grüße von Jessy
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 26.09.2016, 14:44

Sehr schade. Das berichten ja leider immer mehr Halter. Meiner Helicophanta geht es sehr gut. Über die warmen Sommermonate hat sie sich eingegraben und ohne Kalkdeckel geruht. Ich habe nicht nach ihr gebuddelt und dachte, dass ich es nich heben könnte wenn sie stirbt.
Gesellschaft bekommt sie auch wieder, da meine Haltung ja nicht so verkehrt sein kann. Sonst würde Lomé schon nicht mehr leben. Ohne eure negativen Berichte würde ich gar nicht davon ausgehen, dass es sich um eine Unhaltbare Art handelt. Dass ein Tier mal verstirbt ist, gerade bei Wildfängen, nicht selten.
Es wäre sehr schön, wenn du ganz genau schreiben würdest, wie du sie gehalten hast, sprich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bodengrund ect. und mit was du sie gefüttert hast bzw. was sie angenommen haben.
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon FleckiFleck am 26.09.2016, 15:44

Hi Nina99! Das sind echt schöne Schnecken!
Vorprallen die mit dem Dunkleren Häuschen gefällt mir sehr!
(Die rechts?) Mein Beileid,eine dieser Schönen Schnecken verloren zu haben!

Mich erinnern Sie auch (etwas-) an Cornu Aspersum!

Flecki
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Sandy am 26.09.2016, 16:01

Nina 99 hat geschrieben:Ohne eure negativen Berichte würde ich gar nicht davon ausgehen, dass es sich um eine Unhaltbare Art handelt.

Du hattest 2 Helicophanta, die eine ist tot, die andere hat sich den Sommer über eingegraben. Ich würde das jetzt nicht direkt als Erfolgserlebnis werten.

Meine Verbliebene lebt jetzt auch schon seit über 1 Jahr, im März sind nochmal 2 dazugekommen, die leben auch noch. Das heißt aber nicht, dass es ihnen auch gut geht. Und den meisten scheint es in Terrarienhaltung wirklich nicht gut zu gehen.
Liebe Grüße
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Re: Helicophanta magnifica und viele Fragen...

Beitragvon Nina 99 am 26.09.2016, 16:53

@Flecki:

Ich finde auch, dass es sehr schöne Tiere sind, keine Frage. Die Häuschen sehen eher denen der einheimischen Arten gleich, als den Achatschnecken. Gestorben ist die linke Schnecke, die mit dem mehr verwittern Gehäuse.

@Sandy:

Ja, leider ist mir die zweite Schnecke, Kigali, gestorben. Jedoch hätte ich es (ohne andere Berichte) nicht gleich so gedeutet. Da es in Deutschland noch keine große Anzahl an Nachzuchten gibt, sind die meisten dieser Schnecken Wildfänge. Bei Wildfängen ist die Sterblichkeitsrate recht hoch. Man kann auch nicht wissen, wie alt Kigali war bzw. wie alt diese Schnecken werden. Ich möchte hier nicht meine Haltung in den Himmel loben, ich hoffe du verstehst mich nicht falsch.
Wir könnten hier nun diskutieren, wo "unhaltbar" anfängt und wo aufhört. Jedoch lebt Lomé noch. Und das seit März, nun immerhin bereits fast 7 Monaten. Also möchte ich ihr wieder einen Artgenossen holen.
Dass sie sich den Sommer über eingegraben hat, liegt nach meiner Theorie daran, dass sie den heißen Sommer über ruhen. Unsere Achatschnecken schlafen teilweise auch im Winter. Als schlechtes Ohmen deute ich das nun auch nicht :)
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