Achatina achatina

Achatina achatina

Beitragvon die_clauz am 22.02.2017, 21:43

Achatina (Achatina) achatina


Linné (1758)

Linne's erste Beschreibung von Bulla achatina (1758) war sehr kurz und wenig Aufschlussreich:
"Gehäuseform und Mündung oval, Apex spitz und rot, Columella glatt."


Nachdem viele Wissenschaftler in A.achatina immer weider aufs neue eine neue Art zu entdecken glaubten (ich habe 31 Synonyme gefunden), und viele Beschreibungen folgten, fasst Bequaert (1950) wie folgt zusammen:


Die ausgewachsene Schale der Nominatform hat sieben bis acht Windungen und ist sehr breit-oval, mit einer langen und sehr bulligen Körperwindung, die den größten Teil der sperrigen Schale umfasst. Der regelmäßig konische, relativ kurze Apex, nimmt nur etwa ein Viertel der Gesamtlänge ein, ist deutlich schmaler als die Körperwindung und seine Windungen sind nur leicht konvex.
Infolgedessen sind juvenile Schalen relativ gesehen schlanker als adulte. Bei kleineren Unterarten ist die ausgewachsene Schale schmaler, langgestreckter-oval, die Körperwindung mäßig Aufgeblasen, während der Apex dagegen länger und breiter erscheint.
Die Nähte sind flach, dieser subsuturale Bereich ist mit groben vertikalen Falten bedeckt. Die Nähte selbst sind fein und unregelmäßig granuliert. Bei ausgewachsenen Schalen sind die ersten zwei bis drei Windungen glatt oder korrodiert oder zeigen nur Spuren der Granulierung, die sie ursprünglich bedeckte.
Die nachfolgenden Windungen zeigen typischerweise eine dekorative Struktur von langgestreckten, spiralförmigen Wachstumslinien, am deutlichsten auf der vorletzten Windung entwickelt und allmählich schwächer werdend, nur ein paar Spuren der Struktur sind auf der Körperwindung zu sehen.

Die äußere Lippe ist scharf und dünn und die Columella stark konkav, an der Basis leicht nach oben gekrümmt, was am unteren Rand der Öffnung fast Quadratisch wirkt.

Bei frisch geschlüpften und sehr jungen Schneckenhäusern ist die Oberfläche der ersten Windung leicht knittrig oder fast glatt. Die anderen Embryonalwindungen sind gleichmäßig und fein granuliert. Die Granulate sind gleichmäßig gerundet und regelmäßig spiralförmig aufgereiht.


Aus unterschiedlicher Größe, Form und Farbe resultieren sieben Unterarten (wobei die Nominatform bei weitem am häufigsten vorkommt), welche zugunsten der Nomenklatur Unterartstatus erhielten:

Schale ausgewachsen groß und wuchtig, 150 bis 200 mm lang und bis zu 100 mm breit. Columella und Parietalwand weinrot.

-A.a.achatina: Breite, dunkel kastanienbraune Zickzackstreifen. Außenlippe bläulich-weiß.
-A.a.roseolabiata: Kastanienbraune Zickzackstreifen wie Nominatform. Außenlippe mit einem breiten violettroten inneren Rand.
-A.a.depravata: Einheitlich blassgelb, ohne dunklere Streifen. Außenlippe bläulich-weiß.

Schale ausgewachsen viel kleiner und relativ gesehen schmaler, 150 mm oder weniger in der Länge und 85 mm oder weniger in größter Breite.

-A.a.elegans: Färbung der Zeichnung, Columella, Aussenwand und Parietallippe gleich der Nominatform. Oval im Umriss, der Apex ist viel schmaler als die Basis.
-A.a.monochromatica: Einheitlich blassgelb, ohne dunklere Streifen. Columella und Parietalwand weinrot. Außenlippe bläulich-weiß.
-A.a.togoensis: Breite kastanienbraune Zickzackstreifen. Columella, Parietalwand und äußere Lippe bläulich-weiß.
-A.a.bayoli : Kräftig gezeichnet mit ziemlich schmalen, weit auseinanderliegenden geraden,
vertikalen, dunkelbraunen Streifen, die manchmal unvollständig oder gebrochen sind bis hin zu Flecken. Umriss spindelförmiger als in den anderen Unterarten, der Apex ist ein wenig schmaler als die Basis.

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