Renar hat geschrieben:huhu!
meine oma sprach mich mal darauf an, ob die schnecken denn nicht auch sonnenlicht bräuchten. sie interessiert sich sehr für pflanzen und blumen (insbesondere für orchideen), kennt sich aber auch gut mit tieren aus. konnte ihr ihre frage leider nicht beantworten.
habe mich gestern dann mal ein bisschen über uv-licht und vitamin d3 informiert. ich stelle mal ein paar fragen zusammen, die ich mit meinem derzeitigen wissen auch beantworten werde. es würde mich allerdings total freuen, wenn jemand, der sich auskennt, diese erweitern, bzw. korrigieren würde.
was ist vitamin d3?
Cholecalciferol (kurz Calciol), Vitamin D3 ist das physiologisch im Menschen vorkommende Vitamin D. Es hat im Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt.
wofür wird es benötigt?
Vitamin-D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und dem Knochenaufbau. Biologisch aktives Vitamin D3 ermöglicht es (der Schildkröte), über die Nahrung aufgenommenes Calcium und Phosphat, im Darm zu resorbieren und es somit dem Körper z.B. zum Aufbau der Knochen (und des Panzers), zur Verfügung zu stellen.
wie gelangt d3 in den körper?
d3 gelangt nur in geringer menge durch lebensmitteln in den körper. Es findet sich vor allem in Fettfischen. der körper ist auf eine eigenproduktion von d3 angewiesen.
wie wird d3 hergestellt?
Die meisten Wirbeltiere, einschließlich des Menschen, decken einen Großteil ihres Vitamin-D-Bedarfes durch Sonnenbestrahlung ihrer Haut. es wird im Körper mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV-B) in der Haut gebildet. (wer es genauer will, kann im wiki-artikel stöbern)
was geschieht bei einer d3 unterversorgung?
Ein Vitamin-D-Mangel führt mittelfristig bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu Osteomalazie.
bei schildkröten: Kann ein Jungtier seinen Calcium-Bedarf, z.B. aufgrund von UV-B- oder Vitamin D3-Mangel nicht ausreichend decken, sind zumeist Deformationen und Erweichungen von Skelett und Panzer ( "Rachitis" ) die Folge. Bei adulten Tieren spricht man bei derartigen Mineralisationstörungen hingegen von "Osteomalazie", wenn aufgrund eines zu niedrigen Calciumspiegels, in Knochen eingebautes Calcium herausgelöst wird, um den Calcium-Plasmaspiegel wieder anzuheben und zu normalisieren.
quellen: wikipedia und schildkrötenwissen.de
soo, jetzt stellt sich mir die frage, ob auch schnecken, die ja nicht zu den wirbeltieren gehören, also keine knochen besitzen, auch d3 benötigen, um dem körper den aufgenommenen kalk zur verfügung zu stellen.
kennt sich hier vielleicht jemand in diesem gebiet aus oder gab es schonmal experimente mit/ohne uv-bestrahlung?
Cayenn hat geschrieben:Da die Schnecken diesen Prozess nicht brauchen (weil sie eben keine Knochen haben) benötigen sie auch keine UV Strahlung.

Cayenn hat geschrieben:Ich hoffe, dass ich das jetzt nicht verwechsle. Ist es nicht so das bei Wirbeltieren die Knochen aus Calcium bestehen? Und bei den Schnecken aus purem Kalk?
LG Kjeld
Eine weitere wichtige Aufgabe der Mitteldarmdrüse wird von einem weiteren Zelltyp erfüllt. In den Kalkzellen wird gelöster Kalk aus der Nahrung aufgenommen und gespeichert. Über die Körperflüssigkeit wird er in gelöster Form in die Teile des Körpers transportiert, in denen Kalkbedarf besteht. Neben dem Genitalapparat, in dem die Schalen der Eier aus Kalk hergestellt werden müssen, sind dies natürlich vor allem die Kalkdrüsen des Mantels, die das Baumaterial für die Schale ausscheiden. Aus Kalk entsteht außerdem der Schalendeckel, der die Schale der Weinbergschnecke während der Kältestarre und in besonders trockenen Sommern auch während der Trockenruhe verschließt. Eine geringe Menge Kalk benötigt die Weinbergschnecke schließlich auch zum Bau ihres Liebespfeils.
Aus der Nahrung gewonnen, wird der Kalk in der Mitteldarmdrüse und in geringerem Umfang in der Eiweißdrüse gespeichert. Wird er als Baumaterial für die Schale benötigt, kann er dann in gelöster Form, als Calcium- und Carbonat-Ionen, über die Hämolymphe zu Drüsenzellen transportiert werden, die über die ganze Oberfläche des Mantels verteilt sind, der auf seiner gesamten Oberfläche innen an der Schale anliegt.


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