Meine Schnecken haben in großer Anzahl den ungewöhnlich kalten Winter überlebt. An der Nordwand kommen wieder Neue nach oben und die, die hier schon leben, vermehren sich ausgiebig.
Eigentlich wollte ich viele meiner Bänderchen auswildern, bin da aber auf Hilfe angewiesen. Bei/nach Regen sieht man die enorme Anzahl an Schnecken, wäre zum einsammeln ideal, allerdings schnecken sie dann lustig rum, baden, futtern, pflegen Kontakte zu Artgenossen. Wenn ich sie dann einsammeln würde, müssten sie in einer Box oder Terrarium warten, bis mir ein/e Helfer/in die Tierchen abholt.
Es gibt hier einen Stadtgraben, wo auch in trockenen Zeiten Wasser zur Verfügung steht, Büsche, Sträucher und Pflanzen Nahrung und Unterschlupf bieten. Allerdings auch mit all den Gefahren wie Spaziergängern, Enten, Igeln...
Es ist schon vertrackt Ich biete den Schnecken Futter, Wasser, Kalk und Winterkisten (die auch im Sommer Schutz bieten), dadurch gibt es hier eine hohe Überlebensrate, aber keinen Weg raus, die Schnecken kriechen halt nur nach oben zu mir, da ist Endstation.
Rosi1, Willi, die kleine Rosi und ein Nanozwilling sind bereits auf dem Balkon.
Rosi1 war extrem aufgedreht, brachte starke Unruhe in die gemütliche abendliche Futterrunde. Es sah aus, als würde sie jede andere Schnecke attackieren, aber möglicherweise ist sie verzweifelt auf Partnersuche.
Hier gesellte sich Rosi1 (untere Reihe 2. von rechts) zu den Speisenden, aber statt zu futtern, ging sie auf vereinzelte Artgenossen los.
Willi ist über den Winter total gewachsen und hat eine interessante Färbung angenommen:
Nano lief sofort los, als ich ihn raus setzte und erkundete die Gegend. Auch Nano ist enorm gewachsen:
Der Phlox war übrigens ein erstklassiger Tipp, danke LL! Die Pflanze ist mit der Schnecken-Winterkiste sehr zufrieden, breitet sich aus und bietet den Schnecken eine gute Versteckmöglichkeit.
Nun habe ich noch Rosi2 hier, ihr Häuschen ist am Apex nicht geschlossen, der Spalt wird wohl bleiben. Ich hätte so gerne, dass sie ein Leben draußen führen kann, aber wird Flüssigkeit dort eindringen und bei Frost das Haus zum platzen bringen, oder Rosis Körper Frostschaden zufügen?Ach Rosi...
Das andere Schneckchen mit dem Gehäuseschaden bzw. Loch im Haus, wohnte etwa 2 Wochen in der Salatschüssel und ist dann eigenständig zu den Anderen umgezogen. Das Loch im Haus ist geflickt und sie ist recht standorttreu, stets in Gesellschaft in Kolonie 1 anzutreffen.