Haltungsberichte - Subulina octona

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Haltungsberichte - Subulina octona

Beitragvon Natili am 28.11.2016 am 09:33

Subulina octona - Brasilianische Trompetenschnecke (Bruguière 1798)

Die Gattung Subulina gehört zur Familie Achatinidae und in dieser zur Unterfamilie Subulininae.

Herkunft:
Ursprünglich ist die Art im der Karibik und im tropischen Amerika heimisch, wo sie stellenweise häufig ist. Von dort wurde sie in den übrigen Tropen weit verschleppt. Als Gewächshausart ist Subulina octona in Nordamerika, Australien, Großbritannien, Irland, Tschechien, Dänemark und Deutschland nachgewiesen.

Beschreibung:
Schlankes, lang gestrecktes Gehäuse von einer gelblichen, teilweise durchscheinenden Farbe mit einer glänzenden Schalenoberfläche. Die zahlreichen Umgänge des Gehäuses sind gewölbt und weisen quer verlaufende Wachstumsrippen auf, die vor allem auf der Endwindung gut zu sehen sind. Der Apex des Gehäuses ist stumpf.
Der Weichkörper des Tieres ist bräunlich gelb und deutlich kleiner als das Gehäuse
(http://www.Weichtiere.at)


Haltung:

Temperatur:
ca. 24°

Luftfeuchtigkeit:
ca. 70 %, Boden sehr feucht aber nicht nass

Bodengrund:
Kokoshumus, aufgekalkt

Einrichtung:
Echtpflanzen, Moos und Laub, Rindenstücke
Vorsicht bei Wassergefäßen – Wasserspiegel nicht zu tief!

Terrariengröße:
Spinnenwürfel, kleines Aquarium, Faunabox

Futter:
Siehe Futterliste – sehr gern Champignons, Fischfutterflocken, Salate

Kalkversorgung:
Sepia, Kalkpulver

Paarung und Gelege:
Die Eier reifen sichtbar und hintereinander im adulten Tier, ehe sie einzeln an geeignete Stellen gelegt werden. Trotzdem findet man oft ganze Gelege mit mehreren Eiern, die dann aber oft von verschiedenen Tieren an die gleiche Stelle gelegt wurden.
Subulina sind zur Selbstbefruchtung fähig, d.h. auch ein einzelnes Tier kann ganze Kolonien gründen, ohne zwingend einen Sexualpartner zu haben.
Es macht also Sinn, das gesamte Substrat, bevor es in den Biomüll kommt, minimal 48 h in die Tierkühltruhe zu stecken, um alle im Substrat verborgenen Eier sicher abzutöten. Man kann die Eier nicht sicher absuchen, weil die Tiere die Eier auch einzeln irgendwo ablegen und sie obendrein ziemlich klein sind.
Subulina können zwar wahrscheinlich (noch) nicht unsere Winter überleben, aber sicher ist sicher. In Groß-Treibhäusern gab es schon Invasionen von Subulina - und ein verantwortungsbewußter Tierhalter sollte ein Verschleppen einer jeden Art unbedingt verhindern. (Escargot)


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Liebe Grüße von Natili
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Re: Haltungsberichte - Subulina octana

Beitragvon wolf am 13.03.2017 pm 16:08

Hallo Natili,
danke für den schönen und ausführlichen Beitrag!
Winzige Randbemerkung:
sorry, aber die Art heißt Subulina octona, nicht octana. Ich weiß auch nicht, wer da mal auf "octana" gekommen ist.
Grüßli: wolf
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Re: Haltungsberichte - Subulina octona

Beitragvon wolf am 19.06.2020 pm 15:24

Juhu an das Team,
vielen Dank, dass Ihr von "octana" auf "octona" geändert habt.
Kleiner Beitrag aus der Serie "kurz und uninteressant": die bisherige Familie Subulinidae ist jetzt nur noch eine Unterfamilie (Subulininae) innerhalb der Achatinidae. Das hatte Pilsbry in den 40er Jahren schon mal so gesehen.
Ich hab´s gerade erst entdeckt, vorher wohl überlesen: nach meiner Kenntnis gibt es bei Subulina octona keine Jungfernzeugung (= Parthenogenese), wohl aber eine Selbstbefruchtung - das sind aber zwei grundsätzlich verschiedene Mechanismen.
Liebe Grüße: wolf
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Re: Haltungsberichte - Subulina octona

Beitragvon die_clauz am 22.06.2020 pm 17:12

Hallo wolf,

vielen Dank für deine Ergänzungen!
Habe das jetzt mal geändert wie ich denke :lol:
Falls es noch was zu verbessern gibt, immer melden! :)

Viele liebe Grüße, Claudia
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