
Ja, die anderen haben es ja schon geschrieben, eine wunderschöne Helix lucorum!
Ich verfolge es ab und zu ein bisschen in französischen Medien - mit Helix lucorum (l'escargot turc) verhält es sich in manchen Gegenden ein bisschen wie bei uns mittlerweile mit Cornu aspersum. Sie sind in Südfrankreich in den Gärten wohl mittlerweile sehr häufig anzutreffen. Kann man z. B. auch hier sehen:
https://biodivpaca-lpo.org/espece/199869.
Eine andere Seite sagt:
Introduit en 1883 dans les jardins proches de Lyon, il est resté longtemps cantonné dans ce secteur localisé. Désormais, il est signalé en Haute Provence, dans les Alpes, l’Ariège, l’Aude, le Cantal, le Vaucluse, la Charente maritime, la Côte d’Or et aujourd’hui les Hauts-de Seine.
Stellenweise gibt es wohl auch die typischen Sorgen, ob es hier zu einer Verdrängung von Helix pomatia und/oder Cornu aspersum kommen könnte, und Beschwerden über wahre Plagen, weil Helix lucorum deutlich größer ist als Helix pomatia (l'escargot de Bourgogne) und erst recht im Vergleich zu Cornu aspersum, aber ebenfalls in Scharen auftreten und ganze Gärten kahl fressen kann. Hier ist ein Beispiel (ist natürlich auf Französisch, aber mit deepl etc. ja einfach zu übersetzen):
https://france3-regions.franceinfo.fr/bourgogne-franche-comte/cote-d-or/dijon/bourgogne-la-cote-d-or-victime-d-une-invasion-d-escargots-turcs-2157160.htmlEdit: Ich hab bei weichtiere.at gefunden, was ich gesucht habe: Hier ist ein schon älterer Artikel (von 2010) zum Problem:
https://www.ladepeche.fr/article/2010/08/12/887739-l-attaque-des-gasteropodes-geants.html Dort wird speziell darauf eingegangen, dass Helix lucorum in Südwestfrankreich bis zu 6 cm groß werden kann (während ich ja schon mal wissenschaftliche Studien verlinkt hatte, dass in der Türkei an verschiedenen Standorten "nur" um die 4 cm gemessen wurden).
Als Bruno Leroux, Vorsitzender des Verbandes „Aude Claire“, zum ersten Mal davon hörte, war das vor etwa zwanzig Jahren. „Damals war das noch sehr selten. Mir waren einige Fälle in Saint-Julia-de-Bec gemeldet worden. Die Schnecken haben sich im gesamten Haute-Vallée ausgebreitet, eher im unteren Teil, nicht in den Höhenlagen. Und seit vier, fünf Jahren sind sie tatsächlich sehr zahlreich und fest etabliert.“
Diese Art wurde in Zuchtbetrieben eingeführt, doch das Problem ist, dass sie entkommen ist und sich nun überall im Südwesten (Aude, Aveyron, Haute-Garonne…) munter ausbreitet und vermehrt. Helix lucorum ist das Paradebeispiel für eine invasive Art: „Das Problem ist, dass sie sich an die ökologische Nische der [Petit Gris = Cornu aspersum], der heimischen Art, anpasst.