Sind das C.a. maxima?

Du hast eine Schnecke gefunden/übernommen und weißt nicht, um welche Art es sich handelt? Hier wird Dir geholfen.

Sind das C.a. maxima?

Beitragvon Billie am 28.11.2019, 17:57








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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon wolf am 28.11.2019, 19:02

Hi Billie,
vielleicht habe ich da gerade einen furchtbaren Knick in der Optik, aber ich sehe da Massylaea vermiculata (ehemals Eobania v.) oder eine der beiden (ziemlich variablen) Otala-Arten - und dann wohl am ehesten O. punctata. Um Otala zu bestätigen, müsste man/frau bei zurückgezogenem Tier in die Mündung hineinschauen.
Es ist immer sehr hilfreich, eine Größenangabe zu haben und das Herkunftsland zu kennen.
Einen schönen Abend noch: wolf
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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon Billie am 28.11.2019, 19:33

Hallo Wolf,
Danke, dass du dich meldest! Also, die Tiere stammen ebenfalls aus dem marokkanisch-algerischen Grenzgebiet, etwa 40 bis 50 Kilometer landeinwärts. Deswegen dachte ich auch zunächst an C.a. maxima, allerdings erinnert das Muster tatsächlich eher an Nudelschnecken.
Insgesamt sind die Tiere zwischen 4 und 5 cm groß, die Mündung misst etwa 1,5 mal 2 cm.
Woran erkenne ich denn bei zurückgezogenem Tier anhand der Mündung, ob es sich um eine Otala-Art handelt oder nicht?
Schönen Gruß, Billie.
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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon wolf am 29.11.2019, 12:15

Huhu Billie,
"zwischen 4 und 5 cm groß" ist ja schon ziemlich heftig. Massylaea vermiculata hat eine Gehäuse-Breite von bis zu 34 mm, wenn korrekt gemessen wird. Die beiden Otala-Arten gehen kaum jemals über 40 mm. Deine (offensichtlich ausgewachsenen) Exemplare liegen tatsächlich darüber?? Wie auch immer, bei korrekter Messung sprechen Deine Gehäusebreiten eher für eine Otala-Art.
Bei Otala lactea sind sowohl der Mündungsrand als auch der innere Mündungsbereich dunkelbraun bis fast schwarz.
Bei Otala punctata ist die Mündungslippe überwiegend weißlich (daher hatte ich in meinem ersten post diese Art vermutet), aber nahe der Columella kann auch eine Braunfärbung auftreten. Der innere Mündungsbereich ist bräunlich. Natürlich kann das Ausmaß der Färbungen auch ein wenig variieren.
Bei Massylaea vermiculata sind sowohl die Mündungslippe als auch der innere Mündungsbereich hell/weißlich.
Einen schönen Tag noch: wolf
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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon Billie am 29.11.2019, 17:16

Hallo wolf,
deiner Beschreibung - und Ersteinschätzung - nach müssten es Otala punctata sein. Die Beschreibung des Mündungsbereichs passt.
Bis 5 cm Länge war wohl in der Tat etwas zu hoch gegriffen bzw zu großzügig gemessen. Aber auf gute 4 cm bringen es die Tiere schon (s.u.). Wobei die Einheimischen sagen, dass es durchaus noch größere Exemplare gibt...
Schönen Gruß, Billie.




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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon wolf am 30.11.2019, 12:23

Hi Billie,
prima, wenn die Schalenmündung innen dunkel-bräunlich ist, bleibe ich erst mal bei Otala punctata.
Danke für die weiteren Fotos. Über die "noch größeren Exemplare" laut Einheimischen staune ich immer noch.......... :o
Liebe Grüße: wolf
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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon Billie am 30.11.2019, 14:59

Wesentlich größere Exemplare als diese hier habe ich auch noch nicht zu Gesicht bekommen. Von daher bin ich ebenfalls neugierig - und werde um entsprechende "Beweisfotos" bitten, wenn im Frühjahr die nächste Schneckensaison beginnt.
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Re: Sind das C.a. maxima?

Beitragvon Diana am 01.12.2019, 19:55

Hallo Billie,

ich sehe da keine Cornu aspersum max. Die Windungen sind zu eng und das Häuschen zu flach.

Ich hab mal ein Bild meiner C.a. maximum hochgeladen

Die Schnecke im Vordergrund ist eine Helix pomatia. C.a.m. sehen in ihrer Form der heimischen Weinbergschnecke zum Verwechseln ähnlich. C.a. haben aber einen grauen Mantel (zumindest meine) mehr oder weniger scheckige Häuschen und einen hellen dünnen Aalstrich auf ihrem grauen Körper.
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