Artenliste - Achatina (Lissachatina) albopicta

Artenliste - Achatina (Lissachatina) albopicta

Beitragvon die_clauz am 30.12.2016, 12:17

Achatina (Lissachatina) albopicta



E. A. Smith, 1878

Gehäuse hart und schwer, eiförmig, Apex spitz. Die Farben weiß und dunkelbraun sind etwa von gleichem Anteil, A. albopicta ist folglich braun beziehungsweise weiß gestreift und gefleckt. Die Streifen und Flecken sind sehr unregelmäßig, aber sind tendenziell parallel zu den Wachstumsstreifen.
Die 7 ½ Windungen sind eher konvex und die gesamte Oberfläche ist mit schmalen, länglichen Körnern strukturiert, die in die selbe Richtung verlaufen wie die Färbung.
Die Mündung ist scharfkantig, etwa halb so lang wie das Gehäuse und unregelmäßig länglich oval.
Columella und Mündungslippe sind reinweiß.


Zusätzliche Anmerkungen von Ancey (1902)

-die Grundfarbe ist nicht weiß, sondern eher mattgelb
-die Schale hat wenig Glanz
-die Art ist gut erkennbar durch die Konvexität der Windungen, insbesondere nahe der Naht
-es gibt Exemplare mit fast einheitlich gelber Schale


d'Ailly 1910

Beschreibt die Art A. pilsbryi, welche als Synonym zu A. albopicta zu verstehen ist, und erwähnt hier erstmals einen rosa Apex.


Bequaert (1950)

A. albopicta wird aufgrund ihrer Farb- und Formvielfalt und großem Verbreitungsgebiet generell oft übersehen beziehungsweise mit anderen ostafrikanischen Arten verwechselt (Juvenile beispielsweise mit A. zanzibarica oder A. iradalei, adulte Tiere mit A. reticulata, mit denen sie eng verwandt sind).

Ausgewachsen wird A. albopicta bei 8 ½ Windungen durchschnittlich 130 mm groß. In Ausnahmefällen kann sie 176 mm erreichen.
Die Schale ist dick, undurchsichtig, fest, mäßig schwer, länglich-oval, mit der
breitesten Stelle am unteren Drittel. Der Apex bildet einen Regelmässigen, meist sehr schlanken Kegel, mit stark konvexen Windungen, die durch tiefe Nähte getrennt sind. Die Körperwindung ist von der Spindel scharf abgesetzt und nimmt etwa zwei Drittel der Gesamtlänge ein. Die Schale ist gleichmäßig aber sehr stark konvex. Die Mündung ist relativ kurz und breit, weniger als die Hälfte und oft nur ein Drittel der Gesamtlänge. Die Schale ist halbelliptisch, mit stark aber gleichmäßig gewölbtem Außenrand. Innen weiß. Außenlippe mäßig dick, in der Regel scharf am Rand. Parietalwand mit einem deutlichen weißen Kallus.
Columella lang, dick, weiß, mäßig konkav, nahe der Spindel stark trunkiert.
Bei älteren Schalen sind die ersten 3 bis 4 ½ Windungen glatt oder abgenutzt
Glatt (Beschreibung ursprünglicher Struktur folgt); Nachfolgende Windungen wirken „gekreuzt“ -
Eng aneinandergereihte, regelmäßige, vertikale und spiralförmige Wachstumsrillen und tiefe Nähte sind ab der sechsten Windung mit bloßem Auge sichtbar. Am ausgeprägtesten ist die Struktur auf der Körperwindung. Sie ist von gleicher Art wie bei A. reticulata, aber schwächer und es fehlt die Fältelung an den Nähten.
Bei den meisten Erwachsenen Schnecken ist das Periostracum fast vollständig abgenutzt. Wenn es erhalten ist, ist die kreuzförmige oder "gewebte" Mikrostruktur der jüngeren Schalen noch zu sehen. Die drei Apexwindungen sind hell Rosa. Auf der zweiten Hälfte der dritten Windung sind hellbraune vertikale Streifen, die fortlaufend dunkler werden.Der Rest der Schale ist weiß und Mahagonibraun, die weißen Bereiche sind gelblicher, wenn das Periostracum noch erhalten ist. Das dunkle Muster ist extrem variabel, von manchmal ziemlich vollständigen, geraden oder gewellten, schmalen oder breiten vertikalen Streifen, häufiger an den Rändern gezackt oder zerlegt in
senkrechte oder quer verbundene Flecken oder sogar in kleine Flecken.

A. albopicta ist eierlegend. Dr. F. X. Williams fand bei Diani am Strand eine Schnecke mit 130 mm Länge, die 330 Eier in einem Gelege abgelegt hatte.
Die Reproduktion beginnt noch bevor die Schnecke halb erwachsen ist. Eine Schnecke mit 71 mm Länge, tot gefunden, enthielt einige gut entwickelte Eier.
Die Eier sind regelmäßig ellipsoid, 6,3 bis 6,8 mm lang und 4,6 bis 5,2 mm breit. Frisch gelegt leicht safrangelb. Die frisch geschlüpfte (embryonische oder nepionische) Schale ist etwa 5,2 mm lang und 4 mm breit. Die 2 ½ Windungen sind glatt und farblos. Auf der ersten Hälfte der ersten post-nepionischen Windung (ab der vierten Windung) erscheint eine Struktur, zunächst als schwache vertikale Falten, am deutlichsten unterhalb der Nähte und allmählich zunehmend deutlich. Auf der fünften Windung erscheinen ein paar schwach spiralförmig gravierte Linien, die allmählich mehr werden.
Bei jungen Schnecken erscheint die nepionische Schale und die erste post-nepionische Windung
Glänzend, die nachfolgenden Wirbel stumpf, aufgrund der kreuz- oder wellenförmigen Mikroskulptur des Periostracums. Der Apex ist anfangs farblos, allmählich hornfarben und schließlich rosa (bei Längen ab 50-60mm).
Obwohl vollständig erwachsene A. albopicta durchschnittlich kleiner sind als A. reticulata des gleichen Alters und der gleichen Anzahl von Windungen, sind einige Schalen beider
Arten ungefähr gleich groß. A. albopicta ist jedoch schlanker und leichter, gewöhnlich mit konvexeren Windungen. Die grobe Struktur, obwohl der gleichen Art, ist feiner und regelmäßiger, und es fehlen die eigenartigen Fältchen, die die Nähte der A. reticulata bedecken.

A. albopicta scheint besonders anfällig für Skalaridform zu sein.
Die Deformation beginnt in der Regel plötzlich (möglicherweise in Folge einer Verletzung) ab der vierten, fünften oder sechsten Windung. Die neuen, abnormen Windungen sind stärker konvex, mit sehr tiefen Nähten. Von sieben solcher abnormalen Schalen ist die größte mit 7 Windungen 96 mm lang, die kleinste mit 6 Windungen 61 mm.


Quelle: Joseph C. Bequaert: STUDIES IN THE ACHATININAE, A GROUP OF AFRICAN LAND SNAILS (S.127-132)




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