Cornu aspersum isst sehr schlecht

Ist deine Schnecke krank, oder verhält sie sich nicht wie sonst, poste es hier.

Re: Cornu aspersum isst sehr schlecht

Beitragvon Ulititsch am 08.10.2018, 16:55

Zwei Diskussionsthemen würde ich noch gerne in die Runde werfen:

1. Haferflocken können gefährlich werden, da sie ja aufquellen. Aber wie ist es mit anderen Getreidesorten: Buchweizen, Maisgrieß, Grieß, Gerste, Couscous oder Hirse?

Diana, du fütterst Grießbrei. Dann hast du gute Erfahrungen damit gemacht? Quillt Grieß nicht so auf wie Hafer?

2. Hunde- und Katzenfutter ist als ptoteinhaltiges Futtermittel bei Schneckenhaltern sehr beliebt.
Als ich eine Katze hielt, musste ich auf die Beigabe des Trockenfutters verzichten, da sie sich davon übergab und Blutungen im Magen-Darm-Trakt bekam; bei dem Kater meiner Tante - dasselbe Lied. Die Tiere waren sonst gesund und zeigten diese Symptome ausschließlich bei der Fütterung mit dem Trockenfutter.
Daher bin ich sehr misstrauisch. Ich frage mich, was man im Futter verarbeiten muss, dass eine gesunde Katze so reagiert. Was denkt ihr dazu?
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Re: Cornu aspersum isst sehr schlecht

Beitragvon Schnexi am 11.10.2018, 15:06

Hallo Diana!

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht über die Nemathoden. Bin jetzt um einiges schlauer und auch beruhigter was das Thema angeht. :thumb:
Und natürlich hast du auch recht, dass Bio nicht gleich Bio ist. Es geht absolut nichts über den eigenen Gemüsegarten. Ich baue auch selbst Obst und Gemüse an. Meine Schnecken fressen meine Tomaten zwar, es macht aber auch keinen Unterschied wenn ich welche kaufe. Ein gutes, chemieloses Düngemittel ist auch Aquarienwasser. ;)

Hallo Jewgenia!

Freut mich sehr zu höher, dass sich bei dir so viel tut und deine Schnecke ein wenige Appetit bekommen hat. :-D

Das Weinbergschnecken nach dem Verzehr von Haferflocken aufquwelle sollen, hab ich auch schon gehört, und verfüttere sie oder andere Getreidebreis nicht. Den Schnecken geht es trotzdem seit 3 Jahren gut, scheint ihnen als nicht sonderlich zu fehlen. :)

Das mit dem Katzen- oder Hundefutter habe ich auch schon gelesen, halte aber recht wenig davon. Die Idee dahinter, Katzenfutter zu füttern, ist die Schnecken mit den nötigen Proteinen zu versorgen. Diese bekommen die Schnecken aber auch aus Dingen wie Gammarus, Fleisch oder Eiweiß. Dieses Futter erscheint mir auch gesünder, da im Katzenfutter ja oft viele Konservierungmittel und Geschmacksverstärker drinnen sind. (Kommt aber natürlich auch auf die Qualität, des gekauften Futters an.) Außerden kann Tierfutter Spuren von Salz enthalten, was für Schnecken gefährlich ist.

Meine eigene Katze ist übrigens, genau so eine Prinzessin wie deine Schnecke und mag kein Nassfutter, sondern nur rohes Fleisch und Fisch. Ist laut Tierarzt aber sowieso gesund. Dazu bekommt sie Royal Canin Gastro Intestial Trockenfutter vom Tierarzt. Das scheint recht hochwertig zu sein, ist aber speziell für die Verdauungsunterstützung von Katzen entwickelt und würde ich daher keiner Schnecke anbieten.

Trotzdem kann man oft beobachten, dass vor allem Nacktschnecken und Cornus an altes Tierfutter rangehen. Also schmecken muss es zumindest. Vielleicht hat hier aber auch jemand Erfahrung mit dem Füttern von Hunde- oder Katzenfutter?

Liebe Grüße Schnexi
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Re: Cornu aspersum isst sehr schlecht

Beitragvon Diana am 16.10.2018, 22:52

Hallo Jewgenia,

mit Grießbrei habe ich sehr gute Erfahrung gemacht was die Verträglichkeit angeht. Ich koche den Grieß mit Wasser statt mit Milch auf, eine kleine Prise Salz dazu einen Teelöffel Honig (alternativ Zucker) einen Teelöffel gutes Sonnenblumenöl und einen kleingeraspelten Apfel, der unter den noch heißen Brei gemischt aber nicht mitgekocht wird. Ich verwende ausschließlich Dinkelgrießbrei. Er ist am Anfang sehr weich, quillt aber beim Abkühlen vollständig auf und wird dann recht fest. Einfach nach Rezept auf der Packung mit einem halben Liter Wasser machen.
So und wer sich jetzt drüber wundert, daß hier jemand so verrückt ist seinen Schnecken extra Brei zu kochem, dem verrate ich ein Geheimnis: Der ist eigentlich für mich! Hab ihn ursprünglich mit Milch gekocht- das mochten die Schnecken nicht. Einmal war die Milch alle...na zur Not gehts auch ohne. Wer Bedenken wegen Zucker, Honig oder Salz hat: im fertigen Brei ist die angegebene Menge verschwindend gering, macht aber geschmacklich einen großen Unterschied. Achatinas fahren voll drauf ab. Cornus manchmal.
Gibt es natürlich nicht jeden Tag.
Als Grießbreiresistent haben sich Helix pomatia erwiesen (egal mit welchen Zutaten).
Haferflocken mögen meine Schnecken überhaupt nicht. Maisgrieß ist bei Cornu und Helix pomatia bedenklich, weil er sie bläht. Achatinas lieben ihn gekocht und ungekocht. Nacktschnecken lieben ihn auch, werden aber sehr stark gebläht. Buchweizen,Gerste und Hirse habe ich ebenfalls probiert (gekocht und ungekocht), wurde aber von keiner Schnecke wirklich gefressen, bestenfalls probiert. Couscous ist meines Wissens aus Weizen hergestellt, habe ich noch nicht probiert.

Als ich eine Katze hielt, musste ich auf die Beigabe des Trockenfutters verzichten, da sie sich davon übergab und Blutungen im Magen-Darm-Trakt bekam; bei dem Kater meiner Tante - dasselbe Lied. Die Tiere waren sonst gesund und zeigten diese Symptome ausschließlich bei der Fütterung mit dem Trockenfutter.

Katzen trinken oft zu wenig (die natürliche Nahrung bietet ja genug Feuchtigkeit) und das Trockenfutter wird dann nicht richtig verarbeitet. Vorher etwas einweichen und kleinere Portionen füttern behebt das Problem manchmal.
Ich füttere den Schnecken eingeweichtes Hundetrockenfutter. Da kann man auch mal nur einen Brocken geben und muß keine ganze Dose loswerden. Außerdem riecht es nicht so wie das Naßfutter, enthält weniger Proteine und weniger "Gewürze" als Katzenfutter.

Inzwischen gibt es täglich:

Könnte es sein, daß deine Schnecken einfach satt sind? :mrgreen: Ich füttere frühestens jeden zweiten, manchmal auch erst am dritten Tag. Manche Schnecken mögen das Futter auch gerne etwas angemodert. ;)
Ein Bierschnegel wird auch in der Bierfalle nie zum Blauschnegel
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Re: Cornu aspersum isst sehr schlecht

Beitragvon Ulititsch am 28.10.2018, 23:28

Hallo Leute,

vielen lieben Dank für eure wertvollen Tipps. Endlich kann ich aufatmen. Mein Tier isst - alles: Obst, Gemüse, Salat, Heu. Seit Schnekusja Gesellschaft hat, ist der Futternapf ihr Lieblingsplatz. 2 Stunden knabbern, ein Schläfchen machen, ein wenig weiter knabbern, 2 Stunden Unsinn anstellen und wieder knabbern. :mrgreen: Schwerstarbeit. Gut, dass uns die Zähnchen schnell nachwachsen.

Es hat aber echt etwas Meditatives an sich, der Schnecke beim Essen zuzusehen. ;)

LG

Jewgenia
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Re: Cornu aspersum isst sehr schlecht

Beitragvon Ulititsch am 28.10.2018, 23:45

Hallo Schnexi,

ich habe mich nach längerem Überlegen auch dazu entschlossen, kein Getreide - in welcher Form auch immer - zu verfüttern, auch wenn es den Tierchen schmeckt. Ich stützte mich dabei auf den Gedanken, dass Tiere in der Natur das auch nicht auf dem Speiseplan stehen haben. Somit entziehe ich ihnen nichts Wichtiges, sichere mich aber gleichzeitig ab. Das Gleiche gilt auch für das Tierfutter.

Abwechslungsreiche Ernährung aus Obst, Gemüse, Salat, Kräutern und Heu mit Gammarus einmal pro Monat dürfte zu einer guten Gesundheit der Tiere beitragen.

Und ich habe ja deine kleinen Dickerchen gesehen. Denen fehlt definitiv nichts. Gesund, wohlgenährt und putzmunter.

LG

Jewgenia
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Re: Cornu aspersum isst sehr schlecht

Beitragvon Ulititsch am 29.10.2018, 00:19

Hallo Diana,

ich musste über den letzten Absatz deiner Nachricht schmunzeln, denn du hast einfach recht. Ich habe das Minenfeld aus Essen inzwischen beseitigt, v.a. weil Schnekusja nichts mehr verschmäht und die beiden Cörnchen-Freunde normal essen. Ich beschränke mich inzwischen auf 2 Stück verschiedenes Gemüse + 1 Stück Obst/1 Blatt Salat pro Tag. Heu, Heilerde und Kalk stehen zur freien Verfügung.

Wenn Salat oder hartes Gemüse noch gut ist, lasse ich es auch am darauffolgenden Tag noch im Futternapf. Manchmal ziehen die Tiere es vor, wenn es weicher ist.

Alle 2 Tage füttern schaffe ich nicht. Einmal habe ich die Futterschale gereinigt und leer zurückgestellt. Die Schnecke wachte an dem Tag aber 2 Stunden zu früh auf. Und da sah ich sie, wie sie vor dem leeren Futternapf saß und es mit dem Schnäuzchen immer wieder anstupste - aber da war nichts. Sie tat mir so leid. Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen. Verrückt, ich weiß.

Die Cörnchen bekommen zwar kein Brei, aber ich will den Brei probieren. Dinkelgrieß kenne ich noch gar nicht. Bin gespannt.

LG

Jewgenia
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